Abbildung der Wirklichkeit oder Fiktion, das fragt man sich bei vielen der ausgestellten Arbeiten
Ein wiederkehrendes Thema in Kunst und Literatur ist das Verhältnis zwischen der Realität und ihrer Abbildung. Die „Karte ist nicht die Landschaft“ formulierte der polnisch-amerikanischen Philosoph Alfred Korzybski schon 1933. „Dies ist keine Pfeife„, betitelte der belgische Surrealist René Magritte eines seiner berühmtesten Werke von 1929, das zwar eine Pfeife zeigt, aber dennoch nur Farbe auf Leinwand bleibt. Rauchen kann man mit dieser Pfeife nicht.
Die Arthena Foundation greift dieses Spannungsfeld in einer sehenswerten Ausstellung in ihren Räumen im Düsseldorfer Medienhafen auf. Zahlreiche Künstler präsentieren originelle Auf- und Verzeichnungen von Reiseerlebnissen, detaillierte Entwürfe erdachter Orte und Länder. Kartographisch anmutende, zeichensprachlich oder ornamental wuchernde Strukturen formen sich zu ganz eigenen Weltentwürfen.
Vieles, was in Uncertain Maps zu sehen ist, bleibt uneindeutig: Handelt es sich um die Abbildung einer äußeren Wirklichkeit, von Landschaften und Städten? Sind es Versuche, innere, mentale Zustände aufzuzeichnen – emotionale oder kognitive Karten, die räumliche Informationen im Gedächtnis repräsentieren? Oder werden digitale Datenströme visualisiert und dadurch auf eine künstlerische Ebene gehoben?
Leider hatte ich bislang nicht die Gelegenheit, eine der regelmäßig Sonntags stattfindenden Führungen zu besuchen. Dort hätte ich auf manche meiner Fragen sicher eine Antwort erhalten.
Im Spätsommer des vergangenen Jahres habe ich ein kleines Apfelbäumchen bei mir im Garten gepflanzt. Eines von meiner Lieblingssorte: Wellant.
Nicht nur Kirschblüten können ganz bezaubernd aussehen
Ich war gespannt, ob das Bäumchen an dem gewählten Standard anwachsen würde. Bevor ich in der Karwoche mit dem Wohnmobil aufgebrochen bin, sah man noch nichts. Doch jetzt, nach meiner Rückkehr, hat das Bäumchen fein geknospet und blüht ganz zart in Weiß und Rosa.
Ob das bedeutet, dass ich schon in diesem Jahr die ersten Äpfel werde ernten können? Ich glaube nicht, denn es dauert ja angeblich mindestens vier Jahre, bis sich die ersten Früchte zeigen.
Außerdem muss für eine gute Bienen-Bestäubung im Umfeld von 30 Metern ein weiterer blühender Apfelbaum stehen. Und das Rubinette-Apfelbäumchen, das wir im Gartenteil meiner Mutter gepflanzt haben, ist noch nicht so weit. Kommt aber vielleicht noch. Wir werden sehen.
Früher gehasst, heute geliebt: Drei Nanas von Nicki de Saint Phalle am Leineufer in HIannover
Puh, die letzte größere Womo-Tour liegt bald schon neun Monate zurück: Womo kaputt, Doxi krank, ich zu sehr mit dem Studium beschäftigt, Wetter schlecht, das sind die Gründe für diese viel zu lange Pause. Doch jetzt hat es endlich wieder geklappt, in den Semesterferien zwischen dem Wintersemester 2025/26 und dem Sommersemester 2026.
Ich war im Vorfeld nicht sicher, wie das mit Doxis schwachen Hinterläufen funktionieren würde, denn zu längeren Wanderungen kann ich sie nicht mehr mitnehmen. Aber es hat alles gut geklappt: ins Wohnmobil habe ich sie immer rein- und rausgehoben. Strecken länger als 6 km sind wir nicht mehr gelaufen.
Und wenn ich doch einmal für mehrere Stunden weg vom Fahrzeug musste, habe ich uns einen Stellplatz gesucht, wo ich sie sicher draußen außerhalb des Womos bis zu meiner Rückkehr alleinlassen konnte. Meistens ist sie dann ohnehin schnell unters Womo gekrabbelt, wo sie am liebsten liegt, und wenn ich wiederkam, lag sie dort immer noch ganz entspannt oder vor sich hin schnarchend 🙂
Am Beginn der Reise habe ich die Karwoche als Individualgast im Ashram von Yoga-Vidya in Ostwestfalen verbracht. Viel zu lange war ich schon nicht mehr dort, doch die Tage mit jeweils zweimal fordernden Yoga-Stunden und viel weiteren Programmpunkten waren auch recht anstrengend.
Anschließend haben wir uns weiter durch Ostwestfalen Richtung Niedersachsen bewegt und Orte besucht, die auf meiner Womo-Landkarte noch offene weiße Punkte waren: Wallenberg, Brakel, Bad Karlshafen an der Weser, Uslar und Hardegse im Solling sowie Northeim im Leine-Bergland. Und endlich war ich auch einmal in Hannover, habe mir die Stadt und die berühmten Herrenhäsuer Gärten angeschaut.
Danach sind wir in die Südheide vorgestoßen, dem südlichen Teil der Lüneburger Heide. Wir waren in Eschede, Faßberg und Munster, sind durch die Heide gewandert, haben mehrere Museen besucht und schließlich auch den Weltvogelpark in Walsrode, was wirklich ein tolles Erlebnis war.
Dann ging es auf den Rückweg, zurück Richtung Westfalen und Ruhrgebiet, wo wir uns zuerst die aktuelle Ausstellung von Kunst aus den Händen von Udo Lindenberg in Werl angeschaut haben. Darauf hatte ich mich sehr gefreut.
Die letzten beiden Stationen der Tour haben wir in Duisburg eingelegt: einmal am stillgelegten Hüttenwerk in Duisburg Meiderich, wo gerade die japanischen Zierkirschen blühen und dann der Töppersee westlich des Rheins, fast schon an der Stadtgrenze zu Krefeld.
Leider hat mich in der zweiten Woche eine hartnäckige Erkältung geplagt. Die werde ich jetzt zu Hause auskurieren müssen. Deshalb könnte ich eigentlich noch ein paar Tage Urlaub vertragen. Doch heute beginnt bereits das neue Semester. Werde ich also gleich wieder loslegen müssen.
Alle Fotos und Beiträge von dieser ereignisreichen Tour gibt es hier.
Tour-Kalender
Impressionen von dieser Reise
Weisheiten unseres Meisters
Kirschblüte vor der Chakra-Pyramide
Ein Highlight des Ostersonntags: Mantra-Konzert mit Sundaram
Oster-Dekoration im Ashram
Panoramablick am Weser Skaywalk
Panoramablick in den Solling bei der Anfahrt auf Uslar
Osterbrunnen vor dem Ratrhaus von Uslar
Fachwerkhäuser in der Hauptstraße
Doxi hält gut durch
Die Fichten-Monokulturen scheinen teilweise endlos
Berlin während der Luftbrücke 1948
Zufahrt zum Bundeswehr-Flugplatz Faßberg
Stellplätze auf dieser Tour
1.) Bad Meinberg / Womo-Stellplatz von Yoga Vidya Stellplatz für Kurs- oder Individualgäste von Yoga Vidya auf Schotter. Direkt am schönen Baumpark Sylvaticum. Komplette V/E vorhanden. (15 € / Strom verfügbar)GPS = 51.8978, 8.992562.) Uslar / Stellplatz Uslar Feiner Stellplatz am Ortsrand auf Pflaster plus Rasen, abgetrennt vom Freibad. Komplette V/E vorhanden. 1.200 Meter ins historische Ortszentrum. (8 € / Strom verfügbar)GPS = 51.667099, 9.628733.) Northeim / Parkplatz an der Alten Brauerei Schöner kleiner kostenloser Stellplatz für acht Mobile am Ende einer Sackgasse unmittelbar vor der historischen Stadtmauer der Altstadt. (0 € / Strom verfügbar)GPS = 51.705775 10.0052924.) Hannover / Parkplatz Burchmeisterallee Sehr großer PKW-Parkplatz auf Asphalt. Womos werden dort geduldet. Guter Ausgangspunkt, um die Innenstadt zu erkunden. Keine V/E. Bei Volksfesten teilweise komplett gesperrt. (kein offizieller SP)GPS = 52.36341, 9.72895.) Eschede / Womo-Stellplatz Eschede Netter kleiner Stellplatz auf Schotter am Ortsrand, direkt an der Aschau. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Entsorgung verfügbar. (0 € / kein Strom)GPS = 52.737099 10.24096.) Fassberg / Gerdehaus / Wanderparkplatz Gerdehaus Wanderparkplatz ohne Infrastruktur direkt an der Heide. Einige wenige Wohnmobile stören dort nicht. (kein offizieller SP)GPS = 52.8799, 10.18487.) Walsrode / Stellplatz des Weltvogelparks Für Wohnmobile reservierter Abschnitt am Rande des großen Parkplatzes des Weltvogelparks. Auf Rasen und unter Bäumen. Nicht ganz gerade. Komplette V/E vorhanden. (10 € / Strom verfügbar)GPS = 52.8834, 9.59558.) Duisburg-Meiderich / Wohnmobil-Stellplatz am Landschaftspark Mehrere große Parkplätze auf Schotter unmittelbar am Landschaftspark Nord. Mitbenutzung der Womos erlaubt. Keine Infrastruktur. (0 € / kein Strom)GPS = 51.482244, 6.786279.) Duisburg-Rumeln / Parkplatz Nord am Toeppersee PKW-Parkplatz direkt am See und der Wakeboard-Anlage. Womos werden dort geduldet. Keine Infrastruktur. (kein offizieller SP)GPS = 51.40492, 6.66952
Parkplatz Nord am Toeppersee (kein offizieller SP)
Ort:
Duisburg-Rumeln
Geo-Koordinate:
51.40492, 6.66952
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 12.04.2026)
Zusatzinfo:
PKW-Parkplatz direkt am See und der Wakeboard-Anlage. Womos werden dort geduldet. Keine Infrastruktur.
Hier wollte ich immer schon einmal mit dem Wohnmobil stehen: Auf dem kostenlosen Besucherparkplatz am nördlichen Toeppersee, zwischen Duisburg-Rumeln und Rheinhausen gelegen, hat man nicht nur einen wunderbaren Blick in die Natur, sondern auch eine viel genutzte Wakeboard-Anlage direkt vor der Nase. Im Sekundentakt rasen die Wakeboarder durchs Wasser und vollziehen teils akrobatische Sprünge. Ein wunderbarer Ort, gerade einmal 30 km von meinem zu Hause entfernt.
Stahl hält hundert Jahre, Kirschblüten nicht einmal zehn Tage
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Wohnmobil-Stellplatz am Landschaftspark
Ort:
Duisburg-Meiderich
Geo-Koordinate:
51.482244, 6.78627
Preis pro Nacht:
kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 12.04.2026)
Zusatzinfo:
Mehrere große Parkplätze auf Schotter unmittelbar am Landschaftspark Nord. Mitbenutzung der Womos erlaubt. Keine Infrastruktur.
Immer wieder ein beliebtes Ausflugsziel: Der Landschaftspark Nord rund um das stillgelegte Hüttenwerk in Duisbug-Meiderich. Bei der Umgestaltung in den 1990-er Jahren hat man auf den Freiflächen zwischen den Schloten und Kraftwerksanlagen unter anderem japanische Zierkirschen gepflanzt.
Wenn diese wie jetzt im Frühjahr blühen, ergibt das ein ganz bezauberndes Bild. Es ist der Kontrast aus perfekt weißen, zerbrechlichen Blüten und den vor sich hin rostenden Stahlungetümen, der sofort ins Auge springt. Schön sieht das aus.
Für Wohnmobile reservierter Abschnitt am Rande des großen Parkplatzes des Weltvogelparks. Auf Rasen und unter Bäumen. Nicht ganz gerade. Komplette V/E vorhanden.
Bevor ich die Südheide verlasse, möchte ich mir unbedingt eine ganz besondere Attraktion der Region anschauen: den Weltvogelpark Walsrode, der mit einigen Superlativen aufwarten kann: Der 1962 eröffnet Park ist der weltweit größte Vogelpark. Auf dem 24 ha großen Gelände leben etwa 4.000 Vögel aus 650 Arten, womit der Park zu den artenreichsten Zoos der Welt gehört. Sein immer wieder in verschiedenen Variationen präsentiertes Maskottchen ist der Riesentukan mit seinem überdimensionalen schwarz-gelben Schnabel.
Zu sehen sind Vögel aus allen Kontinenten und Klimazonen der Welt, von ganz groß bis ganz klein, in Freigeländen, Volieren, klimatisierten Tropenhäusern, Bruthäuser und bei Flugshows.
In der von mir besuchten Flugshow am Nachmittag kamen Pelikane, Adler, Geier, Falken, Uhus und Papageien zu ihrem viel beklatschtem Auftritt. In der Morgenshow soll auch ein Anden-Condor mit von der Partie gewesen sein, doch der hatte am Nachmittag wohl schon Wochenende 🙂
Wie häufig bei solchen Schauen ist es faszinierend, wenn Großvögel dazu gebracht werden, unmittelbar über den Köpfen der Zuschauer zu kreuzen.
Ich hatte einmal das Vergnügen mit einem ausgewachsenen Weißkopfseeadler, dem Wappentier der USA, der kaum 50 Zentimeter über mich hinweg segelte. Unglaublich, wie groß und kräftig mir das Tier dabei vorkam (siehe Fotos unten). Alle Besucher um mich herum hielten bei dieser Begegnung spontan den Atem an.
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